Minimalinvasive Zahnfleischtransplantation

Zahnfleischtransplantationen sind notwendig, wenn durch Rezessionen die Zahnwurzel frei liegt, oder wenn nach einer Zahnextraktion die Wunde mit einer Fehlstelle ausgeheilt ist.

Bei einer Rezession zieht sich das Zahnfleisch ohne Entzündung zurück. Das Zahnfleisch ist im gesunden Gebiss, dort wo der Zahn herausragt, fest an den Knochen angewachsen. Erst ab einer bestimmten Tiefe wird dieses beweglich. Ein kleiner Zahnfleischdefekt kann leicht und ohne ästhetische Einbusse mit der Pouchtechnik beseitigt werden:

Mit Hilfe eines Mikroskops macht man kleinste gerade Schnitte und transplantiert dünne Zahnfleischschichten an die Fehlstelle. Wenn die Situation es erlaubt gibt man nur mit der Öffnung der Insertionsstelle das gewonnene dünne Transplantat wie in eine Tasche hinein. Es erfordert dann auch nur noch eine Haltenaht für das Transplantat. Diese Pouchtechnik (Taschentechnik) hat eine sehr hohe Erfolgsquote, da das Transplantat sofort von dem umgebenden Gewebe wieder mit Blutgefäßen versorgt wird.

Die so applizierten Nähte sind nur mit optischer Vergrößerung sichtbar. Sie sind so glatt, dass kein Bakterium daran anhaften kann. Dies alles und das sterile Arbeiten ermöglichen, dass die kleinen Wundränder spannungsfrei zusammen liegen und schnell und ohne Narbengewebe ausheilen.

Das benötigte Zahnfleisch wird von einer Stelle hinten im Gaumen entnommen. Auch hier sind mit dem Mikroskop kleine, klare, gerade Schnitte möglich. So ist auch hier die Wundheilung sehr viel schneller und angenehmer.

Ist die Rezession größer Klasse 3 od. 4 so ist hier medizinisch ganz wichtig, dass das bewegliche Zahnfleisch, welches mit dem Muskel, der um den Mund geht, verbunden ist, nicht bei jeder Sprech- oder Gestikbewegung das Zahnfleisch vom Zahn oder Implantat abhebt. Dieser Zustand begünstigt nämlich, dass Bakterien in den Raum zwischen Zahnfleisch und Zahn/Implantat „gepumpt“ werden. Diese Bakterien sind in der täglichen Pflege nicht erreichbar und können somit nicht entfernt werden. Bakterien in Nischen vermehren sich nicht in einer Mischflora, sondern in der Flora, die die Nische begünstigt. Somit entsteht ein Übermaß an einzelnen Bakterien, die entweder Karies oder Parodontitis erzeugen.

Um das zu verhindern wird hier Zahnfleisch aus dem Oberkiefer transplantiert, welches fest anwächst und bei Mundbewegungen nicht abgezogen werden kann. Dazu ist für den Behandler wichtig, dass er auch die Bändchen, die einen noch größeren Zug bei den Sprechbewegungen ausüben, verlegt. Dies wird mit einem freien Schleimhauttransplantat oder einem Verschiebelappen erreicht.

Gingivektomie  Zahnfleischentfernung minimalinvasiv

Wenn das Zahnfleisch den Zahn zu weit bedeckt, so dass zum Beispiel beim Lachen nur ein kurzer Zahn und zuviel Zahnfleisch zu sehen ist, kann man hier mittels einer neuen, minimalinvasiven Methode ohne Nähte unter optischer Vergrößerung Abhilfe schaffen. Zunächst wird dabei die Breite der zu entfernen Schicht festgelegt. Dabei ist die sogenannte „biologische Breite“ um jeden Zahn zu beachten. Der Knochen ist mit 3 mm Zahnfleisch geschützt. Diese biologische Komponente bedingt allerdings, dass man nicht nur eben mal Zahnfleisch abtragen kann, sondern dass auch der Knochen gezielt abtragen werden muss, um diese „biologische Breite“ wieder herzustellen. Denn der Knochen braucht eine Bedeckung mit Zahnfleisch, weil er sich sonst unter Umständen unkontrolliert unter Schmerzen zurückzieht.

Für diesen Abtrag öffnen wir nur um den Zahn das Zahnfleisch entlang des Zahnes und gehen über diese kleine Öffnungsstelle mit einem Piezo Surgery Instrument, welches nur Knochen abtragen kann, in die Tiefe. Dies ermöglicht uns die Reduktion sowohl des Zahnfleisches als auch des Knochens ohne Nähte. Die Vorteile des Verfahrens sind, dass man es in nur einer Sitzung komplett ausführen kann und es keine Heilzeiten braucht, die die genaue Höhe des Zahnfleischrandes festlegen.

 
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Ein schönes und gesundes Lächeln - ein Leben lang