Minimalinvasive Behandlung bei tiefer Karies

Die Behandlung bei tiefer Karies lässt sich unterteilen in solche ohne Öffnung der Pulpa (Zahnnerv) und mit Öffnung der Pulpa.

Bei der Behandlung ohne Öffnung der Pulpa verwenden wir das Medikament Proxipulpine, um eine Beruhigung des Zahnnerves zu erreichen. Wenn man so nah am Zahnnerv arbeiten muss kommt es sonst gerne zur Reizung des Zahnnervs, was sich in Form von Schmerzen oder auch später sogar dem Absterben des Nervs äußert. Mit dem Mittel Proxipulpine haben wir eine biologische, natürliche Variante gefunden, um dieses Problem bei lebendigem Nerv zu vermeiden. Proxipulpine ist ein Zwei-Komponenten-Präparat. Die Lösung enthält Propolis und Ethanol, das Pulver enthält Zinkoxid, Calciumhydroxid und Calciumstearat. Nebenwirkungen sind keine bekannt. In seltenen Fällen tritt vorübergehend Kälteüberempfindlichkeit auf. Sollten nach der Behandlung Zahnschmerzen auftreten – dies kann nach unserer Erfahrung bei 1 % - 2 % der Fälle vorkommen – so ist der Zahnnerv nicht mehr lebendig gewesen, weil Proxipulpine initiale Zahnnerventzündungen ausheilt. Hier haben wir dann eine klare Diagnose, die zur Wurzelfüllung führt.

Mit Proxipulpine kann bei tiefer Karies und anfänglicher Nervenentzündung eine Wurzelfüllung verhindert werden.

Wird bei der Behandlung der tiefen Karies der Zahnnerv (Pulpa) eröffnet, war es bevor es das Medikament MTA (Mineraltrioxid Aggregate) gab zwingend notwendig, eine Wurzelfüllung zu machen. MTA besteht aus mehreren Oxidverbindungen (Natrium- und Kaliumoxiden, Siliziumoxid, Eisenoxid, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid). MTA ermöglicht es, freiliegende, lebendige Pulpa (Zahnnerv) abzudecken. Das MTA bewirkt im Zahn ein so genanntes Bridging, d.h. es regt die Zellen dazu an, vermehrt Zahnhartsubstanz zu bilden, so dass es zu einer Überbrückung der Perforationsstelle kommt. Die Selbstheilung wird so gefördert. Klinische Beobachtungen haben gezeigt, dass ein sehr hoher Anteil der so behandelten Zähne vital bleibt. Die Selbstheilung funktioniert nicht mehr, wenn der Zahnnerv bereits vor der Behandlung nicht mehr vital war oder wenn bei Eröffnung des Zahnnervs schon starke Entzündungsparameter sichtbar sind.

Mit MTA kann die vitale Pulpa erhalten und eine Wurzelfüllung verhindert werden.

 
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