Brücken

Eine Brücke verbindet zwei oder mehr Zähne miteinander um eine entstandene Zahnlücke zu überbrücken und den fehlenden Zahn so zu ersetzen.

Mikroinvasive Brücken werden auch Marylandbrücken genannt. Hierbei wird der zu ersetzende Zahn an den Nachbarzahn angeklebt. Das heißt im Idealfall muss man nichts oder nur ganz wenig beschleifen. Diese Brückenform ist nur im Frontzahnbereich möglich, da hier die Zähne beim Kauzyklus durch die Stellung nicht so stark belastet werden. Nach neuesten Erkenntnissen ist es besser, den zu ersetzenden Zahn nur an einem Zahn anzukleben, um einen längerfristigen Halt zu erzielen. Der Grund ist weiter unten näher aufgeführt.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Nachbarzahn intakt ist. Diese Methode eignet sich besonders gut für den Unterkieferfrontzahnbereich, da hier die Zähne und damit auch die Lücken sehr klein sind. Für Implantate ist oftmals der Platz zu gering und für eine Brücke sind die Nachbarzähne zu dünn. Zu dünn, weil man für das Beschleifen des Zahnes und die zu ersetzende Brückenkonstruktion ein gewisses Minimum an Platz benötigt. Es eröffnet sich auch sonst gerne der Zahnnerv, da er von nur wenig Zahnsubstanz ummantelt ist.

Kleine Einheiten von fest sitzenden Brücken im Bereich Oberkieferseitenzähne oder Unterkieferfrontzahnbereich.

In diesen Bereichen beobachten wir, dass kleine Einheiten von Brücken, also zwei Pfeiler und ein oder maximal zwei zu ersetzende Zähne, langfristig sehr gut halten. Wenn die Konstruktion schon drei zu ersetzende Zähne beinhaltet sollte man jedoch auch über Alternativen nachdenken. Hierbei sind die Pfeiler der Brücke beschliffene Zahnstümpfe. Im Falle eines bereits beschliffenen Stumpfes mit genügend Haltefläche empfehlen wir meist wieder eine Brücke zu machen. Sollte allerdings ein Zahn noch keinen großen Defekt haben oder noch nicht beschliffen sein, so sollte man die Lücke wenn möglich mit einem Implantat schließen. Diese Empfehlung geben wir auch, wenn einer der Pfeilerzähne ein wurzelgefüllter Zahn ist. Da ein wurzelgefüllter, devitaler Zahn ein etwas anderes Verhalten hat als ein vitaler Zahn. Auch sollten die Brückepfeiler die gleichen Pfeilerstärken und -Verhalten besitzen. Eine Brücke zwischen einem Implantat und einem Zahn ist nicht sinnvoll, da das Implantat eine ganz andere Reaktion und Kompensation hat als  der Zahn mit seinem Zahnhalteapparat (Parodont). Sollte allerdings in dieser Region schon zwei Implantate als Brückepfeiler stehen, so kann man mit den gleichen Argumenten auch hier eine kleine Brückeneinheit einsetzen.

Besonderen Belastungen bei craniosacralen Kompensationen sind die Bereiche Unterkieferseitenzahn und Oberkieferfrontzahn ausgesetzt, denn Bewegungen oder Kompensationen aus dem Körper laufen in diesem Bereich ganz besonders häufig entlang oder manifestieren sich dort. Wenn nun beispielsweise eine starre Brückenkonstruktion diesen Bewegungen nicht nachgibt, dann manifestiert sich der Ausgleich an dem schwächsten Glied, was im Falle einer fest eingeklebten Brücke in der Regel der Befestigungszement ist. Oft geschieht dort eine Lösung, ohne dass man es bemerkt. Dies ist besonders nachteilig, da in den entstehenden Zwischenraum Bakterien eindringen und so Karies und oder Entzündungen am Zahnnerv verursachen können. Wenn auf Grund der individuellen Gegebenheiten für diese Bereiche nur eine Brücke möglich sein sollte, so empfehlen wir hier gerne die Verwendung einer Teleskopbrücke. Hierbei wird der Zahnstumpf durch eine Metall- oder Keramikkappe geschützt und darüber wird dann die Brücke gesetzt.



So wird im Falle einer Lösung der darunterliegende Zahnstumpf erhalten. Ästhetisch ist diese Lösung im Oberkieferfrontzahnbereich oft limitiert, da die Konstruktion sonst zu dick wird. Als Alternative bieten sich in diesem Fall Implantate an.

Die Verwendung größerer Einheiten von Brücken verbietet sich aus dem oben gesagten. Diese Lösung sollte man nur einsetzen, wenn die Zähne darunter mit einer Metall- oder Keramikkappe geschützt werden und kleine Bewegungen durch diesen Spaltraum möglich sind. Dies nennt man teleskopierende Brücken. Diese verleihen trotzdem ein stabiles Kaugefühl.

 
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